Der Baummarder
Der flinke Kletterer des Waldes
Der Baummarder ist ein echter Akrobat im Wald. Mit seinem langen, schlanken Körper und dem buschigen Schwanz kann er blitzschnell von Ast zu Ast springen. Er hat ein kastanien- bis dunkelbraunes Fell und besonders auffällig ist sein hellgelber Kehlfleck.
Baummarder leben am liebsten in Wäldern. Dort finden sie viele Verstecke und genügend Nahrung. Sie fressen Mäuse, Eichhörnchen, Vögel und Insekten, aber auch Beeren und Nüsse.
Tagsüber ruhen sie in Baumhöhlen oder verlassenen Nestern. In der Dämmerung werden sie wach und gehen auf leise Jagd. Mit ihren scharfen Krallen klettern sie selbst glatte Stämme ohne Probleme hinauf.
Im Winter hält der Baummarder keinen Winterschlaf. Er bleibt aktiv, bewegt sich aber weniger und spart Energie, wenn es sehr kalt ist. In seinem Winterfell sind die Pfoten besonders dicht behaart, sodass seine Ballen in den Spuren kaum zu erkennen sind.
Baummarder paaren sich im Sommer, aber die Entwicklung der Embryos beginnt erst Monate später – ein Trick, der „Keimruhe“ genannt wird. Die Jungen werden im Frühjahr geboren, wenn es wärmer ist. Meistens kommen zwei bis vier Junge zur Welt. Sie sind anfangs blind und winzig, werden aber schnell neugierig und verspielt, bis sie im Sommer selbstständig werden.
Umweltverbände wie der NABU setzen sich dafür ein, alte Wälder zu schützen, damit der Baummarder auch weiterhin ein sicheres Zuhause hat.
Dr. Stefanie Zimmer, Referentin für
Umweltbildung beim NABU Hamburg


