Schlesische Lebkuchen
Schlesische Lebkuchen (auch bekannt als Pfefferkuchen) sind ein echter Klassiker! Diese Variante unterscheidet sich etwas von den üblichen deutschen Lebkuchen, da sie meist würziger, honigreicher und oft haltbarer sind. In Schlesien wurden sie traditionell bereits Wochen vor Weihnachten gebacken und in Blechdosen gelagert – sie reifen nämlich nach und werden dadurch zarter und aromatischer.
Hier kommt ein bewährtes, authentisches Rezept, das geschmacklich sehr nah an die alte schlesische Tradition herankommt:
Zubereitung
1. Honigmasse vorbereiten:
• Honig, Zucker und Butter in einem Topf vorsichtig erhitzen, bis alles geschmolzen und gut vermischt ist.
• Nicht kochen lassen! Nur erwärmen, bis eine gleichmäßige, goldene Masse entsteht.
• Etwas abkühlen lassen (lauwarm).
2. Teig ansetzen:
• Die lauwarme Honigmasse in eine große Schüssel geben.
• Eier, Kakaopulver und die aufgelöste Natronlösung einrühren.
• Die Gewürze hinzufügen und alles gut verrühren.
• Nach und nach das Mehl (zuerst 800 g) unterkneten.
Wenn der Teig zu weich ist, das restliche Mehl zufügen.
Der Teig soll glatt, fest, aber geschmeidig sein – nicht klebrig.
3. Ruhezeit (sehr wichtig!):
Den Teig mindestens 24 Stunden, besser 2–3 Tage kühl ruhen lassen.
• In Frischhaltefolie gewickelt oder in einer Schüssel mit Deckel im Kühlschrank.
• Diese Reifezeit sorgt für den typischen Pfefferkuchengeschmack und macht den Teig elastisch.
4. Formen und Backen:
• Teig auf einer leicht bemehlten Fläche ca. 5–8 mm dick ausrollen.
• Figuren oder Rechtecke ausstechen.
• Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
• Bei 180 °C Ober-/Unterhitze (vorgeheizt) etwa 10-12 Minuten backen.
Sie sollen goldbraun sein, aber nicht hart werden. Lieber etwas zu hell als zu dunkel!
5. Glasur & Verzierung (klassisch schlesisch):
Traditionell wurden die Pfefferkuchen nicht üppig glasiert, sondern dünn überzogen.
Einfache Zuckerglasur:
• 150 g Puderzucker
• 2–3 EL heißes Wasser oder Zitronensaft.
Alles glattrühren und die warmen Lebkuchen damit bestreichen. Oder eine Schokoladenglasur mit Zartbitterschokolade und etwas Butter – das ist ebenfalls authentisch für spätere Varianten.
6. Reifezeit nach dem Backen:
Die Lebkuchen in Blechdosen oder Keramikgefäßen aufbewahren, am besten mit einem Stück Apfel oder einer Brotscheibe (alle paar Tage austauschen).
Nach etwa 1–2 Wochen Lagerung sind die Lebkuchen wunderbar weich, aromatisch und haltbar bis Weihnachten (oder länger).
Tipps & Varianten:
• Feinerer Geschmack: etwas gemahlener schwarzer Pfeffer
(1 Messerspitze) für eine echte „Pfefferkuchen“-Note.
• Extra Aroma: ein Schuss Rum oder etwas abgeriebene
Orangenschale in den Teig geben.
die Redaktion


