Sport & Freizeit

12. Dezember 2018

„So kommen Sie sicher durch die kalte Jahreszeit!“

Was soll das heißen? Ohne sich eine Erkältung einzufangen? Dass man trotz wenig Tageslicht nicht ständig im Dunkeln tappt? Stets rutschfest unterwegs ist bzw. ins neue Jahr nicht zwingend zwei, drei Pfunde Spe(c)kulatius mitnimmt, die man sich an Weihnachten genüsslich genehmigt hat?

Sagen wir so…
Die Erkältung versuche ich (bzw. Ihr Immunsystem) mit ein paar Tipps möglichst abzuwehren. Das Trainieren bei ständiger Dunkelheit muss dank aktiv genutzter Mittagspause oder (noch flexibler) mit Stirnlampe nicht sein. Und sicheres Schuhwerk kann sowohl beim Joggen als auch im Alltag der Glätte trotzen.

Was jedoch die Weihnachtszeit anbelangt, werde ich Ihnen beim genüsslichen Schlemmen keine Maßregeln aufbürgen, schließlich gehört das einfach dazu! Lieber haben Sie ein Stück Lebkuchen mehr in geselliger Runde genossen, anstatt sich verbittert jegliche Verlockung zu verbieten. Zwar müssen Sie nicht gleich über die Stränge schlagen und alles, was nicht „verbrauchersicher“ verpackt ist, in sich bunkern, aber selbst ein, zwei Kilos mehr auf den Rippen werden Ihnen nicht schaden, sondern vielmehr glücklich machen.

In diesem Sinne… konzentrieren wir uns heute lieber auf die wirklich wichtigen Dinge, die man zu jener herzerwärmenden Jahreszeit beherzigen sollte!

Wenn sich die Trägheit breit macht
Ich gebe zu, auch mir fehlt bei Kälte und ständiger Dunkelheit häufiger die Motivation zum Sport. Und sobald sich Weihnachten ankündigt, fällt man zwangsläufig in eine faule Bequemlichkeit. Aber ich stresse mich nicht und bleibe morgens auch mal bewusst unter der kuscheligen Decke liegen. Das Jahr über funktioniere ich normalerweise im streng getakteten Modus, versuche eifrig meine To-Do-Liste abzuarbeiten, alltäglichen Anforderungen gerecht zu werden und gehe regelmäßig zum Sport. Aber an Weihnachten schalte ich bewusst runter, atme durch und tanke neue Energie, mit der ich gleichzeitig auch wieder motiviert in ein neues Jahr starten kann.

Der Mensch braucht einfach Ruhephasen, um neue Kraft zu tanken, aber auch bewusste Kontraste im Alltag, um sich seiner Vorlieben wieder bewusst zu werden und Gewohnheiten neu wertzuschätzen.
Und insbesondere zu Weihnachten hat man die Möglichkeit, einer anderen (Vor-)Liebe nachzugehen: Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Etwas, was leider oft zu kurz kommt und die körpereigenen Akkus viel effektiver auflädt, als jegliche Regenerationsmaßnahmen versprechen.

Sportlich durch den Winter
Trotzdem kann und möchte ich natürlich nicht gänzlich auf meine bewegte Ich-Zeit verzichten und weiß trotz Motivationshänger, dass es mir nach dem Sport eigentlich immer besser geht. Also warum nach Ausreden suchen, wenn das Gefühl nach dem Sport eigentlich für jegliche Strapazen und Überwindung entschädigt.
Das Wetter ist zwar nicht immer einladend, aber sobald ich erst einmal einen Schritt vor die Tür gesetzt habe, ist eigentlich das Größte geschafft. Oft packe ich meine Sporttasche schon am Abend vorher oder lege mir meine Sportkleidung zurecht, wenn ich noch vor der Arbeit laufen möchte und schlüpfe am Morgen einfach direkt hinein.

Die richtige Kleidung regelt in Sachen Kälte und Dunkelheit den Rest. Bedeutet: Zwiebellook, integrierte Lichtreflektoren (schließlich sollen Sie nicht übersehen werden), eine Mütze (denn über den Kopf verliert man bekanntlich die meiste Wärme) und Stirnlampe (schließlich wollen Sie nicht nur gesehen werden, sondern selber auch sehen, wo es lang geht).

Wenn es besonders frisch ist, atmen Sie vermehrt durch die Nase ein und durch den Mund aus, um Ihre Atemwege nicht zusätzlich zu reizen. Ihre Nasenschleimhaut erwärmt nämlich die Luft genau so wie sie im Frühling nervige Pollen zurückhält. Provozieren Sie Ihr Immunsystem außerdem nicht extra, indem Sie sich unnötig lange verschwitzt in der Kälte aufhalten.

Heiß-Kalt-Wechsel überlassen Sie lieber der Sauna
Sauna ist nicht nur eine angenehme Tiefenspannung für Muskulatur und gestresste Seele, sondern auch wohltuend für Ihre Gesundheit.

Die Durchblutung wird angeregt, Verspannungen werden gelöst, Abfallstoffe des Stoffwechsels aus dem Körper geschleust und eine günstigere Schönheitsbehandlung für Ihre Haut finden Sie eigentlich nicht. Allerdings muss ich Ihr Erfolgserlebnis auf der Waage nach dem Saunieren drosseln, denn leider haben Sie beim Schwitzen keine Spe(c)kulatius verbrannt, sondern ledglich vermehrt Schweißmengen bei der Hitze verdunsten lassen.

Achten Sie deshalb darauf, ausreichend zu trinken und reichern Sie Ihr Getränk gerne mit Elektrolyte (wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Chlorid) an, die Sie neben dem Wasser ausschwitzen und die Ihr Körper braucht, um einwandfrei zu funktionieren.

Mehr als drei Saunagänge sollten es in der Summe nicht werden und die Pausen dazwischen mindestens genauso lang wie der Aufenthalt in der Sauna selbst sein. Nutzen Sie die Pausen für das kalte „Abschrecken“. Die Wechsel zwischen heiß und kalt regen die Durchblutung extra an und stärken zeitgleich Ihr Immunsystem.

Mobilisieren Sie Ihre Abwehrkräfte
Nicht nur mit Sport und Sauna können Sie Ihr Immunsystem anregen und Ihrem Körper ordentlich einheizen, sondern auch mit kräftigen Gewürzen. Damit sind aber nicht zwingend die typischen Lebkuchen-Gewürze gemeint, wobei Zimt und Kardamon ebenfalls den Stoffwechsel antreiben.
Besonders warm ums Herz wird Ihnen neben Ihren Liebsten auch eine mit Portion Chili, Ingwer sowie frischen Knoblauch und Zwiebeln. Dieses Quartett wirkt gleichzeitig antibakteriell und ätzt somit potentielle Krankheitserreger weg. Neben ausreichenden Vitaminen sollten Sie im Winter also auch beim Würzen nicht sparen.

Was lege ich Ihnen abschließend noch ans Herz? Natürlich besinnliche Weihnachten und eine wohltuende Zeit mit der Familie. Lassen Sie es sich einfach gutgehen.

Ihre und Eure
„rasende Reporterin“ alias
Ramona Richter