Rundblick

20. April 2018

Immobilien-Spekulationen

sascha

Sascha Spiegel

Kurz § Knapp

Wie den meisten bekannt sein dürfte, ist die Veräußerung privater Grundstücke innerhalb einer Frist von zehn Jahren (einkommen-)steuerpflichtig.

Eine Ausnahme von der Besteuerung ist dann gegeben, wenn das Objekt im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde.

Der Clou dabei ist, dass man also am 30. Dezember des ersten Jahres einziehen/kaufen und am 2. Januar des übernächsten Jahres wieder ausziehen/verkaufen kann, um die drei Jahre zu erfüllen.

Dabei ist unschädlich, dass es sich zum Beispiel um eine Zweit- oder Ferienwohnung oder um eine Wohnung für doppelte Haushaltsführung handelt. Bedingung ist, dass keinerlei Vermietung stattfindet.

Auch ein Kind, das beispielweise am Studienort in einer elterlichen Wohnung lebt, würde für die Eltern Steuerfreiheit bei der Veräußerung der Wohnung bewirken. Das Zurverfügungstellen der Wohnung fürs Kind wird wie eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken gewertet.

Große Vorsicht ist allerdings geboten, wenn der Nachwuchs steuerlich nicht mehr als Kind zu berücksichtigen ist und das 25. Lebensjahr überschritten hat. In diesen Fällen verlängert sich die Spekulationsfrist automatisch wieder auf zehn Jahre. Eine Veräußerung innerhalb dieser Frist wäre demnach steuerpflichtig.

Sascha Spiegel