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4. März 2019

Die Erdkröte

Die Erdkröte ist mit einer Länge von neun bis elf Zentimetern eine unserer häufigsten und größten Amphibienarten. Der Name Erdkröte wird auf die erdfarbene, bräunliche Oberseite der Tiere zurückgeführt. Auch die Vorliebe, sich in selbst gegrabenen Erdlöchern zu verstecken und auszuruhen, könnte dem Tier den Namen gegeben haben. Sie hat im Gegensatz zum Frosch einen dicken, rundlichen Körper sowie kurze Beine und ist besonders durch ihre warzige Haut gut vom Frosch zu unterscheiden. Ihre Oberseite ist bräunlich gefärbt, die Unterseite ist weißlich und manchmal grau gesprenkelt. Die Erdkröte sieht man bei uns vom Frühling bis in den Herbst. Die ersten milderen Temperaturen locken sie aus ihrem feuchten Winterversteck und sie beginnt, für die Eiablage (Laichen) zu Gewässern zu wandern. Die Männchen, die meist in der Überzahl sind, konkurrieren dabei um die Weibchen. Wenn sie eines haben, klammern sie sich an das Weibchen und lassen sich häufig huckepack zum Gewässer tragen. Oft führen diese Wanderungen über Straßen, so dass dieser Ausflug für viele Tiere tödlich endet.
Die Weibchen legen an den Gewässern meterlange Schnüre ab, die aus 3000 bis 6000 Eier bestehen können. Nach der Eiablage wandern die Erdkröten zu ihren Sommerquartieren, insbesondere Laub- und Mischwälder. Aus dem Laich entwickeln sich die Larven (Kaulquappen), die gelegentlich als Schwärme in größeren Gewässern zu beobachten sind. Nach ein paar Monaten im Wasser verlassen sie sie als frisch entwickelte Jungtiere. Durch die synchrone Larvenentwicklung kommt es nicht selten zu einem massenhaften Abwandern der Jungtiere, das gut zu beobachten ist. Danach lebt die Erdkröte an Land. Sie versteckt sich tagsüber unter Bodenlaub, Gebüschen, Totholz und Steinen; nachts geht sie auf Jagd nach Käfern, Tausendfüßlern, Spinnen, Schnecken und nachtaktiven Insekten. Den Winter – meistens zwischen November und März – verbringen die Tiere in frostsicheren Erdhöhlen.
Mehr über die Erdkröte gibt es unter:
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/amphibien/artenportraets/10658.html

Dr. Stefanie Zimmer

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