Kinderseite

23. April 2018

Die Schnirkelschnecke

Schnirkelschnecken (auch Bänderschnecken genannt) gehören zu unseren buntesten Gehäuse-Schnecken. Die Grundfarben reichen von Gelb über Rosa bis Hellbraun. Darauf sind sie meistens mit bis zu fünf verschiedenen Bändern (daher der Name!) gezeichnet. In unserer Region leben zwei ganz ähnliche Arten, die sich vor allem durch die Färbung der Mündung unterscheiden. Sie heißen entsprechend Weißmündige oder Schwarzmündige Schnirkelschnecke.

Diese Färbung ist lebenswichtig für die Tarnung. Je nachdem, wo die Schnecken leben, haben sie entweder eine hellere (z.B. Wiese) oder dunklere (z.B. Wald und Hecke) Grundfärbung. Man findet die Schnecken an verschiedene Pflanzen, sowohl auf der Wiese als auch im Gebüsch und Wald. Ihr Gehäuse wird bis zu zwei Zentimeter groß. Wie alle Schnecken benutzen auch sie zum Fressen die vielen kleinen Zähnchen, die wie eine Raspel funktionieren. Damit fressen sie weiche Pflanzen und Algen von Steinen oder Holz. Einer ihrer Feinde ist die Singdrossel, die das Gehäuse auf einem Stein zertrümmert. Solche „Drosselschmieden“ findet man manchmal auf den Wegen in Wald und Flur.

Schnirkelschnecken sind wie alle Schnecken Zwitter. Das bedeutet, jedes Tier ist gleichzeitig männlich und weiblich. Der Vorteil ist, dass die langsamen Tiere sich somit schneller zur Paarung zusammenfinden. Nach der Paarung legen sie über 50 Eier in die Erde. Schon nach drei Wochen schlüpfen daraus die jungen Schnecken, die gleich selbständig sind.

Im Winter verschließen die Schnecken ihr Haus und verfallen in eine sogenannte Winterstarre.

Krzysztof Wesolowski