Kultur & Unterhaltung

8. Oktober 2017

Een Joghurt för twee

Amateurtheater Duvenstedt

Toni Kraese (l.) als Kutte Kaminski und Hans-Hinrich Jürjens als Mitpatient Georg Manning

Toni Kraese (l.) als Kutte Kaminski und Hans-Hinrich Jürjens als Mitpatient Georg Manning

Unter der Regie von Claudia Iden-Marquard startet das Amateurtheater Duvenstedt mit dem Lustspiel „Een Joghurt för twee“ von Stanley Price /Plattdeutsch von Heiko Hundt in die neue Spielzeit. Jeder, der schon einmal in der Situation war weiß, wie schwer es ist, abzuspecken und Diät zu halten. So muss auch Peter Fischer (Willi Kühl), ein reicher Immobilienmakler, die Schwere dieses Vorhabens am eigenen Leibe verspüren. Er begibt sich zu diesem Zweck in eine exklusive Diätklinik. Der Aufenthalt dort entwickelt sich bald zu einem wahren Alptraum. Sein ständiges Verlangen nach etwas Essbarem wird von dem nach der kessen Diätschwester (Pia Hollstein)  ergänzt. Dabei erregt er mehr und mehr das Misstrauen seiner resoluten Ehefrau Hilde (Monika Nissen).

Zu allem Überfluss taucht der flüchtige Sträfling Kutte Kaminski (Toni Kraese) auf. Er hat sich in Fischers Zimmer verschanzt und stellt dessen Geduld auf eine harte Probe. Auch Hilde versteht die Welt nicht mehr, als sie in Kuttes Revolverlauf blickt. Diese Situation weckt allerdings auch Fischers kriminellen Instinkt. Vom Hunger getrieben läuft er zu großer Form auf und überlistet trickreich die Diätköchin (Bärbel Neuhausen) sowie den – um Längen überlegenen –  Inspektor Kalmus (Jan-Henry Janßen). Zudem verweist er äußerst listig seinen plietschen Mitpatienten Georg Manning (Hans Hinrich Jürjens) in die Schranken.

Die plattdeutschen Dialoge werden von dem Hochdeutsch sprechenden Chefarzt Dr. Schmalkopf (Jochen Schneider) und der Diätschwester unterstrichen. Mit diesem Stück möchte das Amateurtheater Duvenstedt auch ein Publikum ansprechen, das noch nicht den Zugang zum schönen „Plattdüütsch“ gefunden hat. Es zu verstehen ist übrigens gar nicht nicht schwer.

Die kurzen Umbaupausen werden musikalisch mit Kompositionen von Pierre Marquard, dem Gatten der Regisseurin, gefüllt. Dieses Stück wird im Rahmen der 2. Plattdeutschen Kulturtage in Hamburg aufgeführt und das gesamte Theater-Ensemble freut sich auf Ihren Besuch im  Max-Kramp-Haus.

 

 Heinrich Engelhardt