Kultur & Unterhaltung

11. Dezember 2018

Neues vom Duvenstedter Salon

Für den Dezember hat der Duvenstedter Salon ein besonderes Highlight im Programm: Die Schauspielerin, Sängerin und Sprecherin Caroline Kiesewetter wird am 7. Dezember mit ihrer Band im Max-Kramp-Haus gastieren.
Caroline Kiesewetter entstammt einer Künstlerfamilie und stand bereits als Kind auf denBrettern, die die Welt bedeuten. Sie ist Tochter der Fernsehköchin und Kochbuchautorin Marion Kiesewetter. Ihr Onkel war der Musiker Knut Kiesewetter.
Durch ihre Schauspiel- und Gesangsausbildung an dem renomierten „Rose Bruford College of Drama“ in London ist sie sehr breitbandig als Schauspielerin, Musikerin und Sängerin aufgestellt. Ihre ersten Engagements in Deutschland waren Rollen in den Musicals „Cabaret“ und „Evita“. Im Friedrichsstadtpalast Berlin sang sie in der „Winterrevue“ und 2014 begeisterte sie die Musicalwelt in der Rolle der Diana Godman in „Next to normal“ am Stadttheater Hildesheim.
Zu ihren klassischen Theaterrollen zählen die Rosalinde in „Wie es Euch gefällt“, die
Königin Elisabeth in „Don Carlos“, die Adelheid in „Götz von Berlichingen“ und die Beatrice in „Viel Lärm um nichts“. In den letzten Jahren war sie in Hamburg, Stuttgart und Lüneburg auf der Bühne zu bewundern.
Weiterhin hat sie mehrere Hörbücher für Kinder aufgenommen.

Caroline Kiesewetter hat sich seit vielen Jahren auch als Jazzsängerin einen Namen gemacht. Ihr deutschsprachiges Debütalbum erschien 2008 bei „Edel Kultur“. Ihre Lehrmeister waren keine geringeren als Paul Kuhn, Herb Geller und Ladi Geissler. Sie singt seit vielen Jahren in verschiedenen deutschen Bigbands wie etwa der Thilo Wolf Big Band und der Lumberjack Big Band.
Im Fernsehen wurde sie u.a. durch die NDR-Serie „Sesamstraße“ sowie in einer
Nebenrolle in der ZDF-Serie „Die Rettungsflieger“ bekannt. Viele kennen sie auch aus der Fernsehserie „Rote Rosen“, in der sie die Rolle der Anne Lichtenhagen von 2011 bis 2012 spielte. Gegenwärtig gehört sie übrigens wiederum zu den „Roten Rosen“ und steckt in entsprechenden Dreharbeiten, von denen sie übrigens am 7. Dezember direkt ins Max-Kramp-Haus eilen wird.

Im Januar gibt es Theater im Salon. Die Komödie „Wind in den Pappeln“ von Gérald Sibleyras, deutsch von Marielle Silhouette und Frank Lorenz Engel, wird am 11., 12. und13. Januar 2019 zur Aufführung kommen. Der Plot: Drei alte Haudegen verbringen ihren Lebensabend in einem Heim für Kriegsveteranen.
Gustave, sehr gepflegt, fabuliert gern in großem Stil; Fernand fällt hin und wieder infolge einer Kriegsverletzung in Ohnmacht; René ist fit wie ein Turnschuh und steht mit beiden Beinen fest auf der Erde…meint er. Alle drei treffen sich jeden Tag auf einer kleinen Terrasse, um ihre Ruhe vor den anderen Heiminsassen zu haben. Sie granteln, philosophieren, streiten. Jeder von ihnen hat so seine Macken. Und dann ist da noch Schwester Madeleine, die irgend etwas auszuhecken scheint. Eines Tages beschließen die Männer, zu dem Hügel aufzubrechen, auf dem die Pappeln stehen, die sie von ihrer Terrasse aus sehen können. Aber schon an den Vorbereitungen scheint das Unternehmen zu scheitern.
Diese wunderbare Komödie zeigt das Alter in all seiner Schrulligkeit, mit seinen
Sehnsüchten und Marotten, jedoch stets mit einem liebenswerten Augenzwinkern.
Es spielen: Willi Kühl, Wilfried Garz und Jochen Schneider, Regie und Soufflage hat Monika Nissen.

Am 1. Februar 2019 folgt ein weiterer Höhepunkt im Salon: Die bekannte Fernsehschauspielerin Janette Rauch und ihr Kollege Harald Maack präsentieren eine unterhaltsame Literaturperfomance nach dem Buch „Alte Liebe” von Elke Heidenreich und Bernd Schröder.
In dem wunderbar leicht dahinfließenden Dialogroman poltern, räsonieren, grummeln und gurren die Protagonisten Lore und Harry. Sie leben seit 40 Jahren zusammen und ausgelöst durch die dritte Hochzeit der Tochter – mitfeiern oder ignorieren? – stellen sich sich selbst und dem anderen die nötigen Fragen, um mit dem Leben klar zu kommen.
Janette Rauch, in der Schweiz geboren, in Berlin aufgewachsen und in Hamburg wohnhaft, ist eine vielbeschäftigte Theater-, Film- und Fernseh-Schauspielerin. Aktuell ist sie – noch! – im „Notruf Hafenkante”, einer ZDF-Vorabend-Serie zu sehen. Mit Hape Kerkeling verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit. Eine innige Liebe aber verbindet sie mit Märchen und Literatur. Das Lesen und das Erzählen sind ihr sehr ans Herz gewachsen.
Harald Maack wurde in der Nähe von Hamburg geboren. Er wuchs in Ramelsloh auf. Nach seiner Schauspielausbildung spielte er zunächst an Theatern in Ingolstadt, Freiburg und Wien. Dann begann er fürs Fernsehen zu arbeiten; inzwischen sind es mehr als 90 Produktionen geworden. Die bekanntesten sind „Girl Friends” und „Notruf Hafenkante“. Auch hat er in unzähligen Hörspielen für NDR und WDR als Sprecher mitgewirkt. Aber Lesungen, sagt er, sind seine Passion. Sie begleiten ihn durch seine gesamte Laufbahn: vom Literaturhaus Hamburg über das rote Rathaus in Berlin, im Sendesaal des WDR, den Laderäumen der „Cap San Diego” bis zu einer stillgelegten Windmühle. „Die Orte, Themen, Lesestoffe und Auftraggeber sind vielfältig“, sagt er.

Heinrich Engelhardt