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4. Juli 2018

König David

Kurzgeschichte von Marlis David

Neulich las ich einen kleinen, unscheinbaren Artikel in der Zeitung.
Man hatte Überreste des Palastes von König David in Ost-Jerusalem entdeckt. Zum Dank für die Kriege gegen die Philister hatte der König von Tyros ihm diesen Palast geschenkt. Die Ruine soll 3000 Jahre alt sein.
Vor 3000 Jahren gab es diesen König der Juden mit Namen David in Jerusalem. Der hat auf jeden Fall Nachkommen gehabt, ging es mir durch den Kopf. Musste ein toller Krieger gewesen sein, er hatte schließlich den Goliath besiegt, wurde als König verehrt. Doch das Tollste … ich bin mit diesem David verwandt! Irgendwann werden die Nachkommen sich auf die Wanderschaft gemacht haben und sind gen Europa gezogen. Dessen ungeachtet hatten sie 3000 Jahre Zeit sich zu vermehren. So wurden die Davids in alle Winde verstreut. Eine von diesen Davids bin ich.
Sicherlich eine von vielen, aber immerhin! Eines stand fest, ich musste mich beeilen, meinen Anspruch an der Ruine geltend zu machen, sonst würde für mich nur ein kleines Ziegelsteinchen übrigbleiben. Natürlich würde ich die Ruine wieder schön herrichten, nicht ganz so pompös wie das Schloss von König David, aber auch nicht so mickrig wie das von der Elizabeth, ich meine Windsor Castle.
Was mir natürlich fehlte, war der Nachweis meiner Abstammung. Der Name David kommt aus dem Hebräischen und heißt „Geliebter“. Gerne würde ich dann auf meinem Schloss mit dieser Bezeichnung angesprochen werden. In meinem Falle natürlich „Geliebte“, denn ich bin ja weiblich.
Mir fehlten nur noch königliche Attribute, Krone, Zepter und Reichsapfel, alles aus 750er Weißgold, mit 117 Diamanten, 1,5 Karat. Wenn ich diesen Nachweis erbringen würde, sei es auch nur in Form eines Ringes, gehöre die Ruine mir. Womöglich standen schon Tausende von Davids in Ost-Jerusalem Schlange, um an die Ruine zu kommen. Aber es konnte nur einer diesen Nachweis erbringen; hoffentlich ich!

So saß ich in meiner Einzimmerwohnung, blätterte im IKEA-Katalog und kam mächtig ins Grübeln.
Die Ruine ging mir nicht mehr aus dem Kopf. In meiner Vorstellung malte ich mir schon aus, wie ich sie einrichten würde. Sollte ich die Möbel bei IKEA kaufen, müsste ich mich genau erkundigen, ob die auch nach Ost-Jerusalem liefern, denn sonst sollte ich ein anderes Möbelhaus in Betracht ziehen.
Aber das war zweitrangig, zuerst musste ich mich um den Schmuck kümmern. Aber woher nehmen und nicht stehlen? Vor etlichen Jahren besuchte ich den Tower of London. Mein Gott, was für eine Pracht! Ich muss sagen, die drei Stunden Wartezeit in der endlosen Schlange hatten sich gelohnt. In Windeseile wurde man um die Glasvitrinen gescheucht, um für wenige Sekunden einen Blick auf die königlichen Attribute, die Kronjuwelen der Königin von England, zu werfen. Der Schmuck war fantastisch ausgeleuchtet, er funkelte, strahlte, glitzerte mit rubinroten Steinen in der Krone, smaragdgrünen Juwelen im Diadem und lupenreinen Diamanten in einer anderen Krone sowie im Halsschmuck.
Ja, so etwas schwebte mir schon vor, aber der Schmuck von der „Themse-Liesel“ wird natürlich schwer bewacht. Um eine Glasvitrine stehen vier Mann Wachpersonal, mit Schusswaffen ausgerüstet, die jeden Schritt beobachten. Da besteht überhaupt keine Möglichkeit diese Kronjuwelen zu entwenden.

Im Audrey Hepburn-Stil unterwegs in Schmuckgeschäften.

Im Audrey Hepburn-Stil unterwegs in Schmuckgeschäften.

Die ganze Nacht lag ich nun wach und fand keinen Schlaf und grübelte: „Wie komme ich an die königlichen Attribute, denn sonst kann ich den Nachweis nicht erbringen … So ein Goliath wäre nicht schlecht, der könnte mir bei der Beschaffung sehr hilfreich sein … Im Fernsehen habe ich einen Boxkampf mit dem Riesen Valujew gesehen, so in etwa stelle ich mir meinen Goliath vor … Wenn ich morgen in das teuerste Schmuckgeschäft der Stadt gehe, werde ich mich ganz mondän anziehen, mit breitkrempigem schwarzen Hut, übergroßer, dunkler Sonnenbrille, schwarzem, engen Kleid wie Audrey Hepburn in dem Film ‘Frühstück bei Tiffany’ …“

Gelangweilt schlenderte ich am nächsten Tag durch das exquisite Schmuckgeschäft Brendler. Mein Blick schweifte über die funkelnden Auslagen. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinsehen sollte. Zum Glück hatte ich die Sonnenbrille auf, sonst hätten meine Augen vermutlich Schaden genommen. „Kann ich Ihnen behilflich sein?“, ertönte eine freundliche Stimme hinter mir. „Oh ja, ich glaube schon … Ich suche eine Krone in 750er Weißgold mit 117 Diamanten in 1,5 Karat, haben Sie so etwas vorrätig?“, erwiderte ich und lächelte die Verkäuferin dabei freundlich an.

Diamanten für die Königliche Hoheit.

Diamanten für die Königliche Hoheit.

Sie schluckte, einmal, zweimal, und sah etwas ungläubig an mir herunter, dann schüttelte sie den Kopf.
„Selbstverständlich könnten wir Ihnen solch‘ ein kostbares Stück anfertigen lassen. Ich müsste unseren Designer einmal herbitten.“ Mit einer Handbewegung deutete sie auf einen Sessel, bat mich Platz zu nehmen.
Nach einem kurzen Augenblick kam sie in Begleitung eines älteren Herrn zurück. „Herr Brandes ist schon informiert, worum es sich handelt, Sie können die Details mit ihm besprechen“, meinte sie süffisant lächelnd.
„Diese Krone, Herr Brandes, soll etwas ganz Besonderes werden, ich habe nämlich geerbt … den Palast von König David … den man jetzt wiederentdeckt hat. Mein Vorfahre hat ihn vom König von Tyros als Geschenk erhalten, müssen Sie wissen.“ Die große, dunkle Brille hatte ich auf meine Nasenspitze geschoben und sah Herrn Brandes mit trmuen Augenaufschlag an.
„Oh! Aber sicher, Königliche Hoheit, wir werden Ihren Wünschen entsprechen und das schönste Stück für Sie arbeiten. Wann benötigen Sie Ihre Krone?“
Endlich hatte ich in meiner Handtasche den Terminkalender entdeckt und blätterte geschäftig darin herum, bemüht Herrn Brandes nicht hineinsehen zu lassen, denn es stand ja nichts darin. „Mein Flug nach Jerusalem wird in etwa acht Wochen sein, meinen Sie, dass Sie es bis dahin schaffen könnten?“
Herr Brandes verdrehte die Augen und sagte mit spitzen Lippen: „Jawohl, Königliche Hoheit, es soll uns eine Ehre sein. Wir müssen jetzt nur noch die Diamanten auswählen.“ Er eilte schnellen Schrittes aus dem Verkaufsraum, kam aber umgehend mit einem Koffer zurück.
Auf blauem Samt lagen Diamanten, alle mit 1,5 Karat. Mir verschlug es die Sprache, so etwas Schönes hatte ich noch nie gesehen. Dieser Schliff, dieses Feuer, ich nahm einige zwischen Daumen und Zeigefinger, hielt sie ins Licht, konnte nur noch verzückt stammeln: „Fantastisch, einfach fantastisch!“ Herr Brandes zählte eifrig: „ … 115, 116, 117, so das wär’s!“ Er legt die Steine in einen Samtbeutel, schrieb einen Auftragszettel und strahlte über das ganze Gesicht.
„Wenn Königliche Hoheit in acht Wochen wiederkommen, werden Sie begeistert und zufrieden sein!“ Er war geneigt mir einen Handkuss zu geben, aber ich war flinker und zog meine Hand blitzschnell zurück.
Draußen vor der Tür atmete ich ein paar Mal tief durch, mir war richtig schwindelig und kotzübel … mein Gott, wo sollte das enden? Königliche Hoheit … dieses Wort ließ ich mir wie Honig auf der Zunge zergehen.
Wieso wollten die gar keine Anzahlung haben? Die Handynummer hatte ihnen genügt – seltsam! Über den Preis wurde auch kein Wort gesprochen. Das ist wohl bei den Superreichen nicht üblich, dachte ich beschwingt

So, der erste Schritt war getan, jetzt musste ich mir Gedanken über die Kohle machen. Woher sollte diese kommen?
Frohen Mutes ging ich ins nächste Warenhaus, in die Kinderabteilung, um mir einen Spielzeugrevolver zu besorgen. Zufrieden sah ich mir das Ding an. Sieht verdammt echt aus, dachte ich gerade, als die Verkäuferin fragte: „Soll es der sein? Wie alt ist denn der Junge? Zu früh sollte man den Kleinen keine Waffen mitbringen!“ Ganz ernst sah ich sie an: „Der ist für mich, mein Lieblingsspielzeug, packen Sie ihn mir bitte ein.“
Es war nur so eine Idee, noch ganz unausgereift, aber ich spielte schon mit dem Gedanken. Meine Schritte führten mich automatisch zum nächsten Geldinstitut. Ganz selbstbewusst betrat ich die Sparkasse, betrachtete heute die Räumlichkeiten aus einem ganz anderen Blickwinkel.
Mein Herz begann wild zu klopfen. Ich hatte das Gefühl, jeder Besucher der Bank würde an meiner Halsschlagader das starke Pochen sehen und von vorneherein ahnen, was ich vorhatte. Vorerst verwarf ich die Idee wieder, fühlte mich richtig elend bei dem Gedanken ihn wirklich auszuführen.
Mein nächster Weg führte mich ins Reisebüro. Staunend sah ich mir die Plakate mit den herrlichen Bildern an. Wundervolle Strände, azurblaues Wasser, Palmen und Sonne. Sofort träumte ich mich in diese zauberhaften Gegenden. Nachdem eine Dame mir vier herrliche Reisen über den Computer ausgesucht hatte, mit Flügen und den besten Hotels, erzählte ich ihr von meinem sagenhaften Erbe, welches ich zuerst aufsuchen müsste.
„Wenn das so ist, dann werde ich erst einmal eine Reise nach Jerusalem für Sie buchen, Königliche Hoheit“, sagte die Mitarbeiterin. Automatisch begann ich die vornehme Haltung, die ich schon im Schmuckgeschäft geübt hatte, einzunehmen. Wie leicht es war, den Menschen etwas einzureden, ihnen glaubhaft zu versichern, dass es der Wahrheit entspräche. Das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ kam mir in den Sinn, so in etwa fühlte es sich an.
Beim Hinausgehen trug ich meinen Kopf etwas höher, ich glaubte, man sah mir die Königliche Hoheit schon von weitem an. Noch nie in meinem Leben hatte ich mich so besonders, so erhaben gefühlt.
Darauf musste ich mir einen Sekt gönnen, holte mein Portemonnaie hervor und zählte erst einmal mein Geld, damit ich nachher auch bezahlen konnte.
Im Kaffeehaus erwischte ich den letzten Fensterplatz. Aus diesem Blickwinkel konnte ich die vorbeiflanierenden Leute beobachten. Vornehm nippte ich an meinem Sekt, schlüpfte in die Haut der Königlichen Hoheit und träumte mich schon auf mein Schloss nach Jerusalem. Mein Magen knurrte, sogar recht laut, aber mein Geld reichte nicht für eine warme Mahlzeit. Stattdessen holte ich mir ein trockenes Brötchen, das ich gierig zu meinem Sekt verschlang.
Gelangweilt blätterte ich einige Zeitschriften durch, dabei fiel mein Blick auf die Heiratsanzeigen. Sofort reifte in mir die Idee eine Anzeige aufzugeben, vielleicht würde sich darauf mein Goliath melden.
Unterwegs zur Zeitung formulierte ich den Text im Kopf, verwarf ihn wieder, hatte sofort eine neue Idee. Vor dem Schalter der Anzeigenannahme hatte ich den passenden Wortlaut: – DAVID sucht GOLIATH – möglichst nicht unter zwei Metern groß, als Begleiter und Bodyguard, Zuschriften unter Chiffre…
Ein freundlicher junger Mann versicherte mir, dass die Anzeige am Wochenende in der Zeitung erscheinen würde. Zufrieden mit mir, alles in die Wege geleitet zu haben, machte ich mich auf zur nahegelegenen U-Bahnstation.

In der folgenden Woche führte mich mein Weg fast täglich zur Annahmestelle der Zeitung, aber es gingen keine Zuschriften für mich ein. Als ich die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, überreichte mir der nette junge Mann am letzten Tag der Woche einen Brief.
Ungeduldig riss ich ihn auf, ein Foto fiel heraus. Vor mir auf dem Fußboden lag ein Riese, in Siegerpose. Die Arme waren von oben bis unten tätowiert. Seine Oberarme hatten den Umfang meiner Oberschenkel und sein Kopf war total kahl.
Kniend betrachtete ich das Bild und las dann laut:

„Lieber David, mein Süßer! Auch ich bin einsam, sehne mich nach männlicher Umarmung. Dafür werde ich dich auf Schritt und Tritt beschützen. Melde dich schnellstens bei mir.
Dein Dieter
P.S.: Bin noch in der Haftanstalt, aber bald für dich frei!“
Durch mein schallendes Lachen aufmerksam geworden, kam der junge Mann hinter seinem Computer am Anzeigenschalter hervor und fragte: „Darf man auch lachen, oder ist das, was Sie auf dem Fußboden gefunden haben, nur für Sie bestimmt?“ Schnell steckte ich den Brief in meine Tasche und eilte nach draußen.
Menschen von dieser Körpergröße gibt es sicher nicht sehr häufig, dachte ich enttäuscht. Einen schwulen, tätowierten Kerl konnte ich für mein Vorhaben nicht gebrauchen.
Diese Idee verwarf ich schnell wieder. Nein, ich musste es ganz alleine durchziehen, Mitwisser könnten nur schaden und meine Pläne zunichte machen.
Ein Anruf im Schmuckgeschäft Brendler bestätigte mir, dass meine Krone wohl termingerecht fertig werden würde. Jetzt musste ich allmählich handeln und die Sparkasse aufsuchen, die Tat umsetzen, nicht nur mit ihr spekulieren.
Am folgenden Morgen kleidete ich mich von Kopf bis Fuß in Schwarz; Hose, Rollkragenpullover, Trenchcoat, alles in Schwarz und den gleichfarbigen Herrenhut tief ins Gesicht gezogen. Meine große, dunkle Sonnenbrille bedeckte fast das ganze Gesicht. Die Spielzeugpistole steckte ich in die Manteltasche und machte mich auf den Weg zum Geldinstitut.
Dort angekommen stellte ich mich zunächst auf der anderen Straßenseite in einen Hauseingang, um zu beobachten. Mein Herz klopfte bis zum Hals, ich hatte arges Muffensausen. Aber mein Ziel fest vor Augen, marschierte ich mutig los, öffnete die Glastür und stand unschlüssig in der Schalterhalle.
An drei Schaltern standen Kunden, ein Schalter war noch frei. Zielsicher steuerte ich auf diesen zu. Fest umklammerte ich die Pistole in meiner Tasche, wollte sie gerade herausnehmen, als mich jemand hinten am Kragen meines Trenchcoats festhielt und sagte: „Halt! Sarah David, was machst du denn da? Das ist doch wohl nicht dein Ernst, das hast du doch nicht wirklich vor?“ Erschrocken drehte ich mich um. Was war denn das? „Wer bist du, wer hat mit mir gesprochen? Was willst du von mir?“ Der Griff an meinem Mantelkragen wurde verstärkt, zog mich abrupt nach hinten.
„Ich bin die … EINSICHT … und die Einsicht eines Menschen verleiht ihre Flügel keinem anderen.“
Entsetzt sah ich mich um, aber es war niemand zu sehen. Laut wiederholte ich: „Was willst du von mir?“ Der Griff an meinem Mantelkragen wurde nicht gelockert. Ein leichter Windhauch streifte mein Gesicht.
„Kein anderer nimmt dir die Entscheidung ab, die Einsicht ist in dir, ich bin die Einsicht und weise dir nur den Weg! Sei doch nicht so überheblich, du bist eine kleine Elevin am Theater, warum glaubst du, wenn man dich mit Königliche Hoheit anspricht, dass du eine andere Person wirst? Nein, du bleibst immer Sarah David, nichts ändert sich für dich, sei nicht so töricht und komm zurück in die Wirklichkeit.“
Jetzt kam eine Angestellte der Bank auf mich zu: „Ist Ihnen nicht gut? Sie sehen so blass aus!“
Das Gezerre an meinem Mantelkragen war verschwunden. Irritiert sah ich in die Runde und glaubte in diesem Moment, alle Augen seien auf mich gerichtet. Völlig sprachlos stammelte ich: „Ich hatte eben eine unglaubliche Begegnung, einfach unglaublich!“
Ganz langsam drehte ich mich um, spielte mit der Hand in der Tasche an meinem Revolver und verließ die Sparkasse. Wieder auf der Straße begann ich zu laufen, als wären sie hinter mir her. Es war die Scham, die Scham vor mir selbst, ich lief vor mir selbst davon.
Zu Hause angekommen kroch ich ins Bett, zog mir die Decke über den Kopf und schlief, einen Tag, eine Nacht und einen weiteren Tag. Dann bekam ich langsam Hunger und merkte, dass sich menschliche Regungen zeigten.
Jetzt setzte auch der Verstand wieder ein, die Einsicht hatte von mir Besitz ergriffen. Aber das Schlimmste stand mir noch bevor: Mir musste etwas Außergewöhnliches einfallen, um die Anfertigung der Krone zu stoppen. Mir wurde ganz übel bei dem Gedanken.
Warum spricht die Einsicht jetzt nicht zu mir, dachte ich gerade mürrisch, als ich eine Stimme vernahm: „Hochmut kommt vor dem Fall, denke immer daran! Sage, dass du nichts geerbt hast, nicht einmal ein Ziegelsteinchen.“ Ich protestierte: „Woher willst du das denn wissen, vielleicht hätte ich ja die Überreste des Palastes geerbt!“
Marlis_David_954x1200w-dvDie Einsicht lachte lange und laut, sodass ich mir die Ohren zuhalten musste. Endlich hatte sie mich überzeugt!
Im Schmuckgeschäft Brendler konnte ich mit einer schauspielerischen Glanzleistung gerade noch das Schlimmste abwenden.
„Alles Gute für Sie, Königliche Hoheit!“ rief man mir nach, als ich das Geschäft verließ.

Meine Mutter hatte wohl doch recht, als sie mir vor 20 Jahren ausdrücklich empfahl Schauspielerin zu werden.

Marlis David